Vortragreihe: Juden und Christen - Geschichte und mehr
Di.
23.02.
20.00 Kathedralforum Dresden
Abgrenzung und Nähe - Das Ringen der frühen Kirche um ihr Verhältnis zum Judentum
Prof. Dr. Jens Herzer, Leipzig
In Kooperation mit:
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Die bekannten Frauenfiguren am Eingang des Straßburger Münsters - die Synagoge mit gesenktem Haupt, zerbrochener Lanze und verbundenen Augen auf der einen, die siegreiche Ekklesia auf der anderen Seite - symbolisieren auf eigentümliche Weise die jahrhundertealte Spannung zwischen Judentum und Christentum, eine Spannung zwischen ursprünglicher Nähe und geschichtlich gewachsener Distanz. Dabei reicht das Ringen um die Identität der christlichen Gemeinden im Gegenüber zum Judentum bis in die ersten Jahrzehnte des "neuen Weges" - wie die Apostelgeschichte die neu entstehenden christlichen Gruppen nennt - zurück. Die neuere Forschung vermittelt wichtige Einsichten in dieses Ringen und die Ursprünge eines schwierigen Verhältnisses. Daraus ergeben sich wesentliche Perspektiven für das Miteinander von Kirche und Synagoge - eine bleibende Herausforderung.
Weitere Veranstaltungen dieser Reihe:
Di 02.03.2010, 20 Uhr, Haus der Kathedrale
Di 16.03.2010, 20 Uhr, Haus der Kathedrale
Di 23.03.2010, 20 Uhr, Haus der Kathedrale
Die Veranstaltungsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Dokumente zur Veranstaltung: